Früher war Home-Office ja nun nicht Gang und Gebe, so wie heute. Wie hat das Ganze bei euch angefangen?

Mandy (Mitarbeiterin Online-Redaktion): "Nachdem unsere Tochter 2016 auf die Welt kam, ist mein Mann nicht in Elternzeit gegangen, sondern hat das erste Mal Home-Office für eine Zeit gemacht, um mich unterstützen zu können. Als dann 2020 die ersten Coronafälle bei uns auf der Ecke gemeldet wurden, bat ich ihn, erstmal Home-Office zu machen, da er sonst mit der Bahn zur Arbeit ist.
Seine Antwort war: "Das wird alles noch eine Weile gehen, soll ich etwa für immer Home-Office machen?" Heute wissen wir, dass die Antwort tatsächlich „Ja!“ gewesen wäre."

Ihr arbeitet nun beide dauerhaft im Home-Office. Fehlt euch was? 

Mandy: "Ab und an fehlt es etwas, den direkten, vor Allem spontanen Kontakt zum Team zu haben. Wobei ich auch sagen muss, dass es recht angenehm ist, eben nicht so spontan aus der Arbeit gerissen zu werden. Man hat die Möglichkeit, wenn man grade gut im „Flow“ ist, einfach etwas später zurückzurufen oder zu antworten.  Man kommt manche Tage auch so gar nicht raus. Das ist wirklich etwas schade."

Steffi (Geschäftsleitung): „Als eine Frau mit einem Schuh-Tick: Ja, meine tollen High-Heels kommen nicht mehr raus aus der Bude und es fehlt an den Bewunderern (lacht). Nein, im Ernst: der Schnack zwischendurch, sozusagen zwischen den Zeilen, auf dem Flur, an der Kaffeemaschine - der fehlt manchmal. Aber mit dem zentralen Channel in Teams oder auch in den Einzel-Channels, da funktionieren die „Beside-Talks“ auch…und es hat sich auch eine Art „neuer Kommunikation“ entwickelt, mit einem ganz neuen Einsatz von Bildern, Emojis, Comments etc.“

Steigt die Produktivität im Home-Office oder sinkt sie eher?

Mandy: "Mal so, mal so. In aller Regel würde ich sagen, dass die Produktivität eher steigt. Dadurch, dass ich z.B. die Möglichkeit habe, wenn es grade wirklich zu viel wird im Kopf, einfach kurz unter die Dusche zu springen, oder eben spazieren zu gehen oder sogar, wenn nichts Wichtiges ansteht, auch in der Mittagspause mich eben etwas hinzulegen, kann man den Kopf schneller frei bekommen. Klar, kann man auch im Büro vom Platz weg, aber ich denke die Möglichkeiten sind doch andere." 

Steffi: "Tjaaaa…. Das kann ich weder mit einem Ja oder Nein beantworten. Zum einen hängt es von dem Thema, dem Auftrag bzw. der Herausforderung bei einem Problem ab! 
Geplante Themen und Konzept-Arbeiten lassen sich meiner Erfahrung nach schneller oder ressourceneffizienter erfüllen – sofern nicht zu viele „Köche“ am werkeln sind. Bei Problem-Lösungen ist die Möglichkeit „Wir treffen uns mal schnell für einen raschen Austausch im Konfi“ nicht mehr gegeben. Und es hakt tatsächlich noch daran, einfach mal den Call über Teams (oder anderen Tools) zu nutzen und es geht viel über Ticket- oder Chat-Kommunikation. Das ist (noch) nicht so effektiv!"

Die eigenen 4 Wände… das eigene Sofa…der TV… kommt man da nicht in Versuchung? Der Chef sieht ja nichts…

Steffi: "Ganz ehrlich? Über kurz oder lang trennt sich da die Spreu vom Weizen. Wir als Arbeitgeber sind ja nicht blöd. Mitarbeiter, die diese „Freiheit und Flexibilität“ ausnutzen werden mittel- und langfristig die Anforderungen im Projekt im Ganzen oder im Detail nicht erfüllen können. Auch wenn wir nicht in einem Office sitzen, sehen wir ja das „Preis-Leistungs-Verhältnis“ eines Mitarbeiters. Gott sei Dank haben wir bei uns keine „Couch-Potatoes“, die die Freiheiten des Home-Office ausnützen. Danke Leutz! (lächelt)."

Mandy: "Tatsächlich nicht. Bis vor Kurzem habe ich noch im Wohn-/Essbereich gearbeitet und auch wenn das Sofa quasi direkt neben mir war, war es meist nur nach Feierabend wirklich attraktiv. Jetzt, im separaten Raum ist es noch einfacher. Zugegeben, man sollte sicherlich was arbeiten, was einem liegt, sonst wird’s vermutlich wirklich schwieriger. Aber das ist ja auch außerhalb vom Home-Office so."

Wie sieht das denn aus mit Arbeitszeiten? Da fehlt ja jegliche Kontrolle?

Steffi: "Quatsch. Es werden die Zeiten genauso wie bei den Office-Arbeiten gestempelt. Und wir geben Bescheid, wenn wir außer Haus sind – z.B. um die Kinder aus der KiTa zu holen, zum Arzt sind o.a. Und natürlich, ja, da kann jeder „schummeln“. 
Aber schlussendlich, wie ich oben gesagt habe: über eine gewisse Zeitspanne lässt sich so was „vertuschen“, aber am Ende des Tages zählt die Leistung, ob das, was gefordert wurde auch rauskommt. Und hey, wenn einer schneller gute Ergebnisse liefert: klasse. Der muss dann aber auch keine Anwesenheit vorgaukeln!"

Mandy: "Ich finde das System auch super." 

Wie sieht das mit Datenschutz etc. aus? Ist das nicht schwieriger zu bewerkstelligen, als im Office?

Steffi: "Datenschutz gibt es im Office und im Home-Office. Wir haben dafür gesorgt, dass die Devices und Verbindungen alle sicher sind. Punkt. Sollten Screen-Aufnahmen, Bilder für Social-Media o.a. gewünscht sein, dann kümmern wir uns im Detail darum – das ist aber unabhängig von Office oder Home-Office."

Mandy: "Ich z.B. habe privat das Firmenhandy nie dabei. Dazu ist ein Sichtschutz darauf, sodass von der Seite auch niemand schauen kann."

Gibt es noch negative Aspekte am Home-Office, die wir bisher nicht erläutert haben?

Mandy: "Manchmal kann die Work-Life-Balance tatsächlich nicht nur positiv beeinflusst werden. Bei mir z.B. verschwimmen manchmal Privat & Beruf sehr, sodass ich auch in meiner Freizeit Mails direkt checke und ans Telefon gehe. Das liegt aber an mir und daran, dass ich in meinem Job aufgehe. Ich weiß nicht, ob es auch so wäre, würde ich im Büro arbeiten. Die Sommerferien meiner Tochter sind tatsächlich auch eine besondere Herausforderung. Da kommt schonmal schnell ein "Mamaaaa?". Und das halt über den ganzen Tag verteilt."

Steffi: "Ja, tatsächlich. 

  • Stabile Internet-Verbindungen (leider noch nicht selbstverständlich)
  • Kosten für „Work-Arounds“, wenn Verbindungen nicht vorhanden sind
  • So einige Arbeitgeber sträuben sich noch, das im Office als selbstverständlich empfundene Equipment dem Arbeitnehmer nach Hause liefern zu lassen: Bürostühle, Höhenverstellbare Tische, mehrere Monitore etc.
  • Räumlichkeiten in den eigenen vier Wänden, wenn man keinen „ruhigen“ Rückzugsort als Arbeitsplatz hat

Und es wird vielleicht noch das eine oder andere mehr auf uns zukommen"

Und das Beste am Home-Office ist…?

Mandy: "Die Zeitersparnis und die Flexibilität! In den Sommerferien im Home-Office arbeiten ist zum Beispiel schon sehr anstrengend. Ich arbeite sonst hauptsächlich während meine Tochter in der Schule ist. Das geht natürlich in den Sommerferien nicht, somit ist es auch immer mal wieder so, dass sie dann die Arbeit „stört“ bzw. unterbricht. Aber anders könnte ich es gar nicht machen. Wer hat schon so viele Wochen Urlaub im Jahr um die gesamten Ferien abzudecken?! Der fehlende Arbeitsweg ist Zeit, die mir bleibt für so viel besseres als Auto oder Bahn fahren. Ich würde wirklich sehr ungern wieder auf Home-Office verzichten."

Steffi: "Wer diesen Artikel hier gelesen hat, dem sind die Vorteile klar

  • Arbeitnehmer sparen Kosten durch Wegfall von Reisekosten – unterm Strich bleibt mehr für sie übrig
  • Arbeitnehmer sind durch Zeitersparnisse flexibler, entspannter und aufgeschlossener für „Eventualitäten“ – sowohl im Job als auch im Privaten
  • Rekrutierung von (europa- und weltweiten) Fachkräften wird vereinfacht, da diese nicht zum Umzug gezwungen werden
  • Kostenersparnisse durch Wegfall von Büro-Mieten

Und: es gehört JETZT zum festen Bestandteil des Berufsalltags – warum fragen wir uns also noch „ob Home-Office oder ob nicht Home-Office“?

Kurz gesagt:
Für uns von beCircle gilt, wie bei vielen anderen auch: Home-Office muss sein. Aber mit Verstand und Bedacht.

Interessiert an uns als künftigem Arbeitgeber?

Wenn du dir vorstellen kannst als Entwickler in unserem Team mitzuarbeiten, melde dich gern bei uns und sende eine kurze Mail (mit Lebenslauf) an info@becircle.de oder per Telefon unter +49 (0)4105-407073

 

Wir freuen uns, von dir zu hören!

Das bieten wir dir:

  • 100% HomeOffice
  • 35 Stunden-Woche, auf Wunsch auf 40 Stunden-Woche erweiterbar
  • Überstunden werden nach Wunsch abgegolten als Freizeit, Urlaub oder Vergütung
  • 30 Tage Urlaub
  • Rechner Mac oder Linux je nach Wunsch
  • Tisch
  • Stuhl
  • Monitor(e)
  • Headset
  • Kamera